| Erinnerungen an das Kriegsende und die Gründung des Gymnasiums Warstade |
| 02.12.2005 Vor einiger Zeit ging folgender Brief bei uns ein, geschrieben von Frau Anna-Monika Sommer aus Frankfurt: |
| Liebe Lehrerinnen und Lehrer, liebe
Schülerinnen und Schüler, eure Schule wird im nächsten Jahr 60 Jahre alt - unsere Schule: ich war Schülerin des ersten Jahrgangs. Ich habe über den Anfang der Schule einen Bericht geschrieben. Es ist ein langer Text, weil ich über dieses Thema nicht schreiben kann, ohne über das Leben einer Flüchtlingsfamilie in den Jahren 1945 und 1946 im Nachbardorf Osten zu erzählen. In den Erinnerungen eines damals neun- bis zehnjährigen Mädchens spiegelt sich ein Stück Zeitgeschichte. Um das Lesen nicht all zu mühsam zu machen, hebe ich die Stellen hervor, die sich direkt auf das Lernen in dieser Zeit beziehen - und natürlich auf die Gründung der Schule. Anregende Lektüre wünscht euch Mone Sommer |
| Liebe Frau Sommer, wir danken Ihnen für Ihre wundervolle Arbeit und die Erlaubnis, diese einem größeren Leserkreis zugänglich zu machen. Wir sind sicher, Sie werden viele Leser finden - auch unter unseren Schülern, für die sechs Jahrzehnte eine unendlich lange Zeit sind. Vielleicht werden auch alte Ostener in Ihren Erinnerungen stöbern und sich an Sie und von Ihnen Geschildertes erinnern. Deshalb hier noch ein Auszug aus einem weiteren Brief von Ihnen: |
| In Osten hat bis vor 2 Jahren noch meine Tante Inge Bartscht gewohnt, und meine Kusine Renate ("Jette") Brünig hat wohl eine Ferienwohnung im Haus der Bäckerei Ahlf. Irmgard Ahlf war eine meiner Klassenkameradinnen, eine andere Seidel, von der ich nicht mehr den Vornamen weiß (Ingrid?). Sonst sind mir noch die Familiennamen Toborg und Schlobohm vertraut. Herr Schlohbohm war Holzschuhmacher und seine Tochter Martha Hausangestellte bei meiner Großmutter. |
| Geschichte der Schule Aktuelles |