Seit
dem Sommer 2003 engagiert sich das Gymnasium Warstade für einen Ort in Sierra Leone
namens Forikolo.
Schon einige Jahre zuvor wurde eine Schülerin mittels eines von Studenten
gegründeten Vereins namens Forikolo e.V. auf den Ort aufmerksam und setzte sich mit den Initiatoren
in Verbindung. Trotzdem wurde vorerst nichts aus einer näheren Verbindung und das
Projekt, diesem Ort zu helfen, geriet in Vergessenheit.
Erst 2003 rückte Forikolo wieder in den Vordergrund und der Schülerrat beschloss
einen Ausschuss zu gründen, der sich mit den Menschen und der dortigen Situation
beschäftigt. Nachdem wir die Bilder sowie einige Materialien durchgesehen hatte, wollten
wir das ärmste Land der Welt, soweit es für uns möglich war,
unterstützen und insbesondere den Ort Forikolo, in dem es keine Ärzte gibt, keine
Medikamente, Häuser zerfallen, viele Kindersoldaten traumatisiert sind , jahrelang
tobende Bürgerkriege alles zerstört haben, eine
hohe Säuglingssterberate ( jedes 3. Kind wird nicht älter als 5) herrscht und 95 % der
Schulen zerfallen, was zur Folge hat, dass 70- 80 % der Menschen in Sierra Leone
Analphabeten sind.
Da wir selbst eine Schule sind, wollten wir ebenfalls eine Schule in Forikolo
unterstützen. Allerdings gab es zu dem Zeitpunkt keine Schule mehr, da nach den ewigen
Bürgerkriegen die ehemalige Grundschule völlig zerstört war und das bald darauf
eingerichtete Provisorium von einem Sturm zerstört wurde. Das neue Ziel war deshalb, den
bereits vom Verein geförderten Aufbau einer soliden Schule, welche auch die Regenzeit
überstehen würde, zu unterstützen. Mit Hilfe des Sommerfestes 2004 an unserer Schule
kamen dank der Tombola knapp 2.000 zusammen, die den Bau vorantrieben und das
Fundament für die Grundschule garantierten.
Die Schule befindet sich zwar auch heute noch im Aufbau, allerdings können heute
schon Schüler jeder Altersklasse in dem Gebäude unterrichtet werden.
Mittlerweile hat der Forikolo-Ausschuss sich neue Ziele gesteckt. Wir möchten dem
Ort nicht nur finanziell helfen und uns an Hilfsprogrammen beteiligen, wir möchten auch
eine Art Schulpatenschaft aufbauen, in der jede Schule von der anderen, bezüglich der
fremden Kultur und Lebensweise, etwas lernen kann.
Verfasst von Mareike
Schimmeyer, Jg. 12 |