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Die
Oberschule hilft sich selbst" Seit 1946 gibt es in
Hemmoor gymnasialen Unterricht. Bis zum 50jährigen Jubiläum legen mehr als 1700
Abiturientinnen und Abiturienten am Gymnasium Warstade ihre Reifeprüfung ab.
Am 4. März
1946 beginnt der Unterricht im Warstader Pfarrhaus, da dort die Feuerungsbeschaffung
leichter erscheint als in der alten Schule in Warstade. Das Schulgeld beträgt 20
Reichsmark. Allerdings sind in Hemmoor nur die Klassen fünf bis sieben untergebracht. Die
älteren Schüler der Klassen acht bis elf müssen die Stader Mutterschule besuchen. Im ersten Jahr
der Oberschule Stade / Zweigstelle Warstade" - so der offizielle Name -
erhalten 51 Schüler der Klassen fünf und sechs Unterricht in den Fächern Deutsch,
Rechnen, Englisch, Erdkunde, Biologie und Religion von Studienrat Dr. Peters und
Studienassessorin Bedürftig. Die
finanziellen Mittel der neu gegründeten Schule sind sehr begrenzt. Um die
Unterrichtsräume im Winter durchgehend heizen zu können, schlägt Peters im Sommer 1946
vor, die Herbstferien zu verkürzen und gleichzeitig die Bei seinen
Recherchen für eine Festschrift anlässlich des 50jährigen Bestehens des Gymnasiums
Warstade 1996 stieß Oberstudiendirektor Günter Dellies, von 1978 bis 1998 Schulleiter,
auf ein Inventarverzeichnis aus dem Jahre 1949. Hier werden Schuleigentum und Leihgaben
aufgelistet: 45 Stühle von der Zementfabrik, Wandtafeln gehören der Kirche und dem DRK,
alle Schulbänke und zwei Tische sind Eigentum der Kirche, von der Molkerei Lamstedt gibt
es drei Milchkannen für die Schulspeisung, das Athenaeum steuert vier Wandkarten, einen
Zirkel, ein Lineal und ein Dreieck bei. Des weiteren gehören sechs Tische, eine
Pendellampe, vier 200-Watt-Birnen, drei 300-Watt-Birnen, ein Ofen, ein Eimer, ein
Kohlenschütter, ein Handfeger, einige Lehrbücher und schließlich ein kleiner Koksvorrat
im Keller des Pfarrhauses zum Schulinventar. Am 27. Februar
1950 titelte die Niederdeutsche Zeitung" (Vorgängerin der
Niederelbe-Zeitung"): Warstader Oberschule hilft sich selbst". Die
Zeitung schrieb damals: In der früheren Rektoratsschule haben sich in den letzten
vier Jahren beachtliche Dinge entwickelt, die bislang viel zu wenig gewürdigt wurden. Was
hier in diesem kircheneigenen Gebäude (...) geleistet wurde, ist geradezu ein
Musterbeispiel für so manche Großleistung, die sich in aller Stille, ohne viel Aufhebens
davon zu machen, vollzog." Gemeint war hier ebenfalls die notgedrungen sparsame
Wirtschaft der Im Februar 1953 wird
die Schule per Erlass des Kultusministers der Schulaufsicht der staatlichen Verwaltung der
höheren Schulen in Hannover unterstellt. Im Oktober 1957 beschließt der Kreistag die
Einrichtung einer Oberstufe in Warstade, die ein Jahr später mit der Klasse elf beginnt
und im Frühjahr 1961 mit 20 Schülerinnen und Schülern als erster Jahrgang die
Reifeprüfung - das heutige Abitur - ablegt. >
Grafik Nachdem die
Schule 1953 aus dem Pfarrhaus Jetzt ist die
Schule in ruhiges, gesichertes Fahrwasser geraten", so Dellies in der
Jubiläumsfestschrift. Seit 1972 verwaltet die Bezirksregierung Lüneburg das Gymnasium
Warstade. Es folgt das Reformabitur, mit dem 1979 das Kurssystem Einzug in die Oberstufe
hält. Auch das Gesicht der Schule hat sich in der jüngsten Vergangenheit durch bauliche
Maßnahmen weiter verändert. In den Jahren 1980 bis 1992 wurde das Die Schülerzahlen des Gymnasiums Warstade blieben in den
vergangenen zehn Jahren mit circa 550 Schülerinnen und Schülern der Klassen sieben bis
13 stabil. 70 Schülerinnen und Schüler bestanden z. B. 2004 das Abitur, insgesamt waren
es bisher 2.167. > Grafik Mit dem Beginn des Schuljahres 2004 / 2005 hat sich die
Zahl der Schülerinnen und Schüler drastisch erhöht. Im Zuge der Schulreform in
Niedersachsen wurde die Orientierungsstufe aufgelöst. Das Gymnasium führt nun auch
wieder 5. und Der Kreistag im Landkreis Cuxhaven hat die Weichen für
diese Schule gestellt:
Die Atmosphäre am Gymnasium wird von den meisten Schülern und Lehrern geschätzt. Gewalt
ist an dieser Schule fast kein Thema. Anlässlich des 50jährigen Jubiläums des Diese kurzgefasste Chronik geht auf eine Darstellung von Helge
Hansmann (Abitur 1999) zurück, die in der Jubiläumsausgabe der NEZ 1998 erschien. Sie
wurde im Frühjahr 2005 ergänzt als Beitrag für die Festschrift 750 Jahre
Warstade.
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