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57th Meeting of Nobel
Laureates in Lindau - 19th Forum dedicated to Physiology or Medicine -
1st to 6th July 2007 at Lake Constance: So liest sich der Titel des
Handbuchs des Kuratoriums für die Tagung der Nobelpreisträger 2007 in
Lindau am Bodensee. Lingua franca ist selbstverständlich
Englisch, auch wenn diese Tagung in Deutschland stattfindet und einige
der Laureaten Deutsche sind. Will man also daran teilnehmen, muss man
nicht nur der englischen Sprache mächtig (fluent), sondern auch
Nobelpreisträger sein - oder sonstwie nominiert werden. Eingeladen
waren nämlich auch 563 junge Spitzenforscher aus aller Welt, die besten
ihres Jahrgangs, ausgewählt aus Tausenden, die auch gerne nach Lindau
gekommen wären - darunter allein 20.000 in China.
Eine, die es geschafft hat, ist Mareike Steen, Abitur 2003 am Gymnasium
Warstade, Studium der Medizin in Hamburg, Stipendiatin der
Studienstiftung des Deutschen Volkes und der Rolfing-Stiftung, Doktorandin am Institut
für Biochemie und Molekularbiologie I des Universitätsklinikums
Hamburg-Eppendorf. Eine, die vielleicht Glück hatte? Dieser Gedanke verfliegt
spätestens, wenn man sich die Kriterien ansieht, die bei der Auswahl der
Studenten für Lindau ausschlaggebend waren. Hier eine Auswahl (wieder
mit einer Prise Englisch): excellent academic accomplishments,
outstanding research,
good teaching experience. Die Auswahl der jungen Forscherinnen und
Forscher aus 64 Ländern erfolgt also nach "wissenschaftlicher
Exzellenz". Hinzu kommt, wie Mareike bei einem Besuch ihrer alten
Schule berichtete, eine Empfehlung der Universität.
Ihre Augen leuchten, wenn sie von den Begegnungen mit der
internationalen Creme der Forscher in Medizin und Chemie berichtet, die
natürlich mit Fragen gelöchert wurden, von "Wie haben Sie vom
Gewinn des Nobelpreises erfahren?" bis "Welche Auswirkungen
haben Ihre Forschungen für die Dritte Welt?" Unter den
Nobelpreisträgern Günther Blobel, der sein Preisgeld für den
Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche spendete, und Craig Mello,
langhaariger "Popstar" unter den Wissenschaftlern. Besonders
faszinierend findet Mareike die zwanglose, inspirierende Atmosphäre des
Bodensee-Treffens und die Möglichkeit, geradezu persönliche Gespräche
mit internationalen Berühmtheiten zu führen, zum Beispiel (Bild
rechts) mit dem amerikanischen Preisträger (1992) Edmond Fischer. Round Table und Panel
Discussions (s. Bild unten) gehörten ebenso zum Programm wie ein Konzertbesuch und
eine Fahrt zur Insel Mainau.
Liebe Frau Steen, wir gratulieren Ihnen zu dieser "Sternstunde
Ihrer Karriere" (Spiegel online) und wünschen
Ihnen für Ihre weitere akademische und berufliche Laufbahn ebenfalls
viel, viel Erfolg! Wir freuen uns mit Ihnen, und wir freuen uns auch - das dürfen wir an
dieser Stelle sagen - dass Sie dem Chemieunterricht am Gymnasium
Warstade ein dickes Lob zollen. Chemie spielt in Ihrem Studium nicht
irgendeine, sondern die zentrale Rolle, und wenn Sie sagen, das
hier Erlernte habe Ihnen im Stu- dium Vieles leichter gemacht, dann
leuchten auch unsere Augen - zumindest die der Chemielehrer! :-)
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Round table: Diskussion über „Basic
Science in Molecular Medicine“ mit Günter Blobel ( Nobelpreis 1999), Leland Hartwell
(Nobelpreis 2001), Sir
Timothy Hunt (Nobelpreis 2001), und Craig C. Mello (Nobelpreis 2006); Chairpersons: Andreas Zetterberg,
Stockholm, Helmut Sies, Düsseldorf
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