Gymnasium
Warstade |
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8c
auf den Spuren der Industrialisierung
Die
Klasse 8c des Gymnasiums Warstade hat am 13. Mai einen Ausflug in das
Industriemuseum Delmenhorst unternommen. Diese Exkursion haben wir als
Abschluss zu unserem Geschichts-
unterrichtsthema
„Industrialisierung“ gemacht,
um das Gelernte mit weiteren Informationen und Bildern
zu
ergänzen.Die 1884 von Martin Christian Lahusen gegründete Firma „NORDWOLLE“ war zu ihrer Zeit ein bedeutender Arbeit- geber, der zwischen 4000 und 5000 Arbeiter beschäftigte. Sie war bedeutend, weil sie zu ihrer Blütezeit ca. 25% der Weltproduktion von Kammgarn produzierte. Die Fabrik war besonders, weil sie nicht nur Produk- tionshallen beinhaltete, sondern auch Unterkünfte, Geschäfte und Erholungs- sowie Vergnügungseinrichtungen für die Arbeiter besaß. Im Endeffekt mussten die Arbeiter nicht einmal das 5000m2 große Gelände verlassen, um ihr Leben zu leben. Am Beispiel „NORDWOLLE“ werden auch die Schattenseiten der Industrialisierung deutlich, da ein Zweck der Industrialisierung war, den Gewinn zu maximieren und die Ausgaben so gering wie nur möglich zu halten. So war „NORDWOLLE“ in ganz Deutschland für den geringsten Lohn berüchtigt. Eine Arbeiterin bekam 1,50 Mark und ein Arbeiter 2,20 Mark pro Tag. Diese Ausgaben flossen aber direkt wieder in die Tasche von Lahusen, da die Arbeiter ihr Geld für Lebensmittel und Spaß auf dem Gelände ausgaben. Durch dieses Prinzip wurden die Lahusens zu einer sehr reichen und einflussreichen Familie, was sich unter anderem auch an ihrem prunkvollen und großzügigen Haus erkennen lässt. Während des Krieges wurden in den Hallen von „NORDWOLLE“ Granatenhülsen und Flugzeug- attrappen hergestellt. Nach dem Krieg wurde die Produktion normal weitergeführt und es wurde noch bis 1981 bei „NORDWOLLE“ produziert. Abschließend kann ich sagen, dass das Industriemuseum Delmenhorst ein gutes Ausflugsziel ist, um das im Unterricht Gehörte noch einmal mit Eindrücken und Bildern zu ergänzen. Allerdings kann ich es nicht als Ausflugsziel für Eltern mit kleinen Kindern empfehlen, weil es eher ein „Angucken, nicht Anfassen“-Museum ist, in dem viele Informationen vermittelt werden und man zuhören bzw. lesen können muss. Für ältere Besucher ist es aber ein gutes Ausflugsziel, welches es sich zu besuchen lohnt. |