Gymnasium Warstade
„Auswirkungen des intensiven Medienkonsums auf Schulleistungen und Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen“
Ein Vortrag von Prof. Dr. Christian Pfeiffer am Gymnasium Warstade

14.08.2010 "Ein ertragreicher Tag", so wird Herr Globig von der Niederelbe-Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe zitiert. Damit meinte der Schulleiter weniger die Tatsache. dass Prof. Dr. Christian Pfeiffer, Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) und ehemaliger Justizminister des Landes Niedersachsen, im Verlauf des letzten Donnerstags vier jeweils adressatengerechte Vorträge vor Schülern, Eltern und Lehrern gehalten hatte, als vielmehr die Nachdenklichkeit, die der Referent bei seinen Zuhörern - jung und alt - hervorgerufen hat.
Ausgehend von der Frage, warum Jungen heute in der Schule nicht mehr gleich gut, sondern schlechter als Mädchen sind - ohne dümmer zu sein - legte Pfeiffer Zahlen vor, die in der Tat aufmerksam machen: Es gibt z.B. deutlich mehr männliche Schulabbrecher als weibliche, dagegen mehr Abiturientinnen als Abiturienten - mit jeweils steigender Tendenz.
Der Vortragende führt diese Entwicklung darauf zurück, dass Jungen Opfer ihres intensiven Medien- konsums - Computer bzw. Computerspiele, Spielekonsolen und Fernsehen - werden. Auf eine einfache Formel gebracht: Zu viel Medienkonsum führt zu schlechten Noten. Auch die Brutalität von Computer- spielen (Beispiel Warcraft) spielt hier eine Rolle. Bemerkenswert: Je geringer der Bildungsgrad der Eltern, desto mehr Zeit verbringen die Kinder jeden Tag mit "Daddeln" und vor der "Glotze".
Es ist dem Schulelternrat zu danken, der sich zusammen mit dem Schulleiter erfolgreich um die Verpflichtung von Prof. Pfeiffer bemüht hat. Dieser war übrigens auch sehr angetan: Vom Engagement unserer Eltern, vom Erscheinungsbild unserer Schule und nicht zuletzt von der Disziplin und und der Diskussionsfreudigkeit seiner - zumeist jungen - Zuhörer und Zuhörerinnen.
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