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Hemmoor (kli). „Ran
an den Computer! – Schüler schulen Senioren“ heißt eine
Initiative, die derzeit am Gymnasium Warstade in die Praxis umgesetzt
wird. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 c nehmen so genannte
„Silver-Surfer“ bei ihren ersten Schritten in die Computerwelt an
die Hand.
Briefe am Computer
verfassen, im Internet surfen, sich eine eigene e-mail-Adresse
einrichten und selbst e-mails schreiben und empfangen oder im
world-wide-web einkaufen und Reisen buchen, das alles sind Fertigkeiten,
die Oma und Opa in der Regel nicht beherrschen, doch die Generation
ihrer Enkel schon. Nun sollen die Generationen sich auch in diesem
Bereich austauschen, einmal in einer anderen Richtung als der sonst üblichen.
Das Projekt ist eine
gemeinsame Initiative des Vereins n-21 („Schulen in Niedersachsen
online e.V., www.n-21.de), des
Radiosenders NDR1 Niedersachsen und der Sparkassen. Am Gymnasium
Warstade leitet Studienrat Karsten Vandamme, der hier neben Informatik
auch Mathematik und Geschichte unterrichtet, die Kurse. Die Hauptarbeit
allerdings liegt bei den Kindern, die sich für diese Aufgabe freiwillig
gemeldet haben. Nicht nur, dass sie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern
– im derzeit laufenden Kurs sind es fünf Damen und ein Herr – den
Umgang mit Tastatur, Maus und Monitor erläutern, eine Gruppe hat sich
auf das „Catering“, die Versorgung mit heißen Getränken und einem
kleinen Imbiss in der Pause.
„Wir wollen unsere
Schule für die Gesellschaft öffnen und wünschen uns daher eine
zahlreiche Teilnahme der älteren Generation“, sagt der Schulleiter
Oberstudiendirektor Rainer Globig, der die „Generation 50+“ persönlich
in seinem Haus begrüßte. Karsten Vandamme hob besonders hervor, dass
die Achtklässler sehr erfolgreich und motiviert ihr Wissen vermitteln,
das sie sich selbst angeeignet haben – Informatikunterricht gibt es
erst in der Oberstufe. Für die Senioren sind die Kurse kostenlos und
ganz offensichtlich spannend. „Es ist faszinierend“, sagt Vandamme,
„wenn sie erst einmal angefangen haben wollen sie gar nicht wieder
aufhören!“ Leistungsdruck ist hier ebenfalls ein Fremdwort, wenn er
nicht von den Teilnehmern für sich selbst erzeugt wird. Zum Schluss
gibt es keine Lernzielkontrolle, sondern die Bescheinigung
„Computer-Seepferdchen“. Eine Gruppe von neun Teilnehmerinnen konnte
diese kürzlich bereits in Empfang nehmen.
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