Das Oberstufentheater des Gymnasiums Warstade präsentiert
ein Stück von Robert Thomas:
Die acht Frauen

Eindrücke und Fotos

Dezember 2006: Wenn kurz vor dem Fest der Liebe das einsam gelegene Haus eingeschneit ist, die Telefonleitungen gekappt sind, das Auto fahrunfähig gemacht und die Hunde vergiftet wurden, das Gartentor verschlossen ist und dem mausetoten Hausherrn ein Dolch im Rücken steckt – dann ist es mit weihnachtlicher Stimmung nicht mehr weit her.  Doch die nahe liegende Frage: Wer ist der Mörder? ist falsch gestellt, denn es muss eine Mörderin sein. Ehefrau, Schwiegermutter, Töchter, Schwester oder Haushälterin: Die Täterin kann sich nur unter den Anwesenden befinden. Jede hat ein plausibles Tatmotiv. In einer Atmosphäre gegenseitiger Verdächtigungen entblößen die Frauen ihre Geheimnisse  und geheimen Leidenschaften.
So animiert Beke Jeschkies als überdrehte, allen nachspionierende und chronisch unzufriedene Tante Augustine viele Zuschauer zum Lachen. Uta Alstedt in der Rolle der Mamy gibt sich gekonnt hypochondrisch und lässt sich in einem Rollstuhl fahren, wohl auch, um ihre alkoholbedingten Gleichlaufschwankungen zu kaschieren. Tochter Catherine (überzeugend pubertär: Jana Bechthold) hat es faustdick hinter den Ohren. Ihre eher brave Schwester Susanne (Kristin Kammann) lässt eine Bombe platzen: Sie erwartet ein – natürlich! – uneheliches Kind. Hat sie vielleicht ihren Vater erdolcht, weil er ihre Schwangerschaft nicht tolerierte?
Oder war es jemand vom Personal (schwungvoll: Insa Kühlcke-Schmoldt und Katharina Harke)? Eine sehr feine Leistung bot auch Henrike von der Decken als vielleicht doch nicht tief trauernde Witwe. Und schließlich ist da auch noch die unerwartete Besucherin: unmoralisches Flittchen oder eine zutiefst enttäuschte und verletzte Frau? Jenny Suhr spielte überzeugend alle Fassetten dieser Persönlichkeit.
Doch wer ist nun die Mörderin? Das soll hier nicht verraten werden – schließlich gibt es noch weitere Aufführungen!
Herr Globig dankte allen Mitwirkenden für ihre tolle Leistung mit Blumen (Foto oben: Janna van Diepen/NEZ), die Zuschauer dankten mit lang anhaltendem Beifall.

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