Tschernobyltag
2008 am Gymnasium Warstade |
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Am Donnerstag, dem 21.
August 2008, war es wieder soweit: 20 Jungen und Mädchen zwischen 10
und 12 Jahren aus der Region um Tschernobyl besuchten unsere Schule für
einen unterhaltsamen Nachmittag mit Saft, Kuchen, allerlei sportlichen
Aktivitäten und Spielen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hatte sogar
der Wettergott ein Einsehen, obwohl so auch die neue Markise zum Einsatz
kommen konnte. |
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Obwohl der Besuchstermin dieses Jahr auf den ersten Schultag fiel, unterstützten
ca. 20 Schülerinnen aus dem jetzigen Jahrgang 12 und der Klasse 9 diese
Aktion, indem sie sich Spiele ausdachten, die sie mit den Kindern
spielten, und selbstgebackenen Kuchen spendierten. Die Teilnehmer der
Spiele konnten wie jedes Jahr Kuscheltiere mit nach Hause nehmen. Diese
wurden – obwohl sicherlich einst heiß und innig geliebt – gerne
ebenfalls von Schülerinnen und Schülern und auch Lehrern bereits vor den
Ferien zur Verfügung gestellt. |
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Ein herzliches Dankeschön gilt Frau Wiem, Herrn Bechthold und Herrn
Griemsmann, die es übernahmen, für die sportlichen Aktivitäten in der
Turnhalle zu sorgen und Hilfestellung an den Geräten zu leisten. Auch die
unterstützenden Hände von Frau Kemnitz, Frau Siemer, Frau Duensing und
aller weiteren Helfer sollen nicht unerwähnt bleiben. |
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Nicht zu vergessen ist der Einsatz von Mareike Müller, Svetlana Foth und
Vanessa Thiem (jetzt alle Jg. 13), die im Dezember 2007 wieder zur
Kuchenspende aufriefen und so mit Hilfe aller Schülerinnen und Schüler
des Gymnasiums ca. 340 Euro zur Unterstützung des Vereins „Hilfe für
Tschernobyl“ sammelten. Dieser Betrag wurde vom Schülerrat großzügig
auf 500 Euro aufgerundet. Dafür sehr herzlichen Dank! |
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| Im nächsten Jahr findet leider kein Tschernobyl-Tag mehr statt. Und auch in den nächsten Jahren werden uns keine Kinder mehr besuchen. Das liegt daran, dass die mütterliche Betreuerin der Kinder, Nina, dieses Jahr 65 Jahre alt wird. Laut Bestimmung der Regierung in Weißrussland dürfen Personen ab diesem Alter keine Gruppen ins Ausland begleiten. Der weitaus traurigere Grund ist, dass dem Verein „Hilfe für Tschernobyl“ nicht mehr genügend Geld zur Verfügung steht, um die Kinder hier für drei Wochen unterzubringen. Leider ist die Katastrophe um Tschernobyl, die zum Glück schon so lange her ist, in den Köpfen der Menschen nicht mehr präsent, sodass die Spendenbereitschaft sinkt. |
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Die Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren mit den Kindern machen
durfte, sind ganz besondere. Ich bedanke mich sehr herzlich bei allen
Kolleginnen und Kollegen, Schülerinnen und Schülern für die großartige
Unterstützung in den vergangenen fünf Jahren. Ich bin sicher, dass diese
Zeit hier in der Wingst und der Spielnachmittag am Gymnasium Warstade für
die Kinder unvergesslich bleibt. Kerstin Völckner |