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15.12.2006
[Kf] Kurz vor
Weihnachten kam auch in diesem Schuljahr wieder eine Truppe des
“White
Horse Theatre” nach Hemmoor, um für die Schüler des Gymnasiums
Warstade Stücke in englischer Sprache aufzuführen. Die Fachschaft
Englisch hatte sich dafür entschieden, für die Klassen 6 und 7 das Stück
„Billy’s Friend“ und für die Jahrgänge 8 und 9 „Sticks and
Stones“ zu bestellen.
Die Vorführungen fanden – hoffentlich zum letzten Mal – wegen der
noch laufenden Erweiterungsarbeiten am Gymnasium in der Aula des
Schulzentrums Osteschule statt, wofür wir der Schulleitung und dem
Personal nochmals herzlich danken.
Die Kolleginnen und Kollegen der Fachschaft Englisch versprechen sich von
den von „native speakers“ gespielten Stücken, die unterhaltsam und
lebhaft dargebracht wurden, eine Erhöhung der Sprachkompetenz und ganz
allgemein einen Motivationsschub, weil die Schülerinnen und Schüler
erfahren, dass sie schon eine ganze Menge können.
In dem Stück für die Jüngeren ging es um Billy, der sich von seinen
Eltern vernachlässigt fühlt und in Gerald einen neuen Freund findet: nur
– Gerald ist ein Gorilla, der gejagt wird. Ein Stück über Außenseiter,
Freundschaft und Toleranz, die Angst vor dem Fremden und die Verständnislosigkeit
der Erwachsenen.
„Sticks and Stones“ befasste sich mit dem Problem des „bullying“,
d.h. der Schikane durch Klassenkameraden. Die Schülerinnen und Schüler,
die dieses Stück gesehen haben, sollten erkannt haben, dass außer die
direkten Täter auch die herumstehenden Zuschauer, die nicht eingreifen,
eine Schuld an dieser Form von Missbrauch trifft und dass sich die
Situation erst dann ändert, wenn die vermeintlich unbeteiligten Mittäter
aus ihrer Anonymität gerissen werden und umdenken lernen.
Beifall während der Aufführungen und der verbreitete Wunsch nach einer
Wiederholung im kommmenden Jahr zeigten, dass diese Art von
Unterrichtsgestaltung bei den „Konsumenten“ durchaus ankam.
Nach den beiden Aufführungen um 9.00 und 11.00 Uhr waren die vier jungen
Schauspieler aus England – wie ihre Kollegen in den Jahren vorher auch
– für ein kleines Frühstück und etwas „small talk“ über ihre
persönliche Situation und England im Allgemeinen im Zimmer des
Schulleiters sehr dankbar.
Die Schauspieler werden zum
Weihnachtsfest nach Hause fahren und dafür wünschen wir ihnen alles
Gute.
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